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Schrothkur - Heilverfahren zwischen Tradition und Moderne

Die Schrothkur geht auf Johann Schroth zurück, der sie im 19. Jahrhundert zur Behandlung seiner eigenen Knieerkrankung entwickelte. Die Kur wurde damals als reine Therapie bei Krankheiten eingesetzt und hat heute vor allem den Sinn der Reduzierung des Körpergewichtes und zur Entgiftung des Körpers. Die Schrothkur besteht kurz zusammengefasst aus Wickeln, Trink- und Trockentagen. Viele Kurkliniken bieten eine Betreuung während der Schrothkur an, denn eine Anwendung ohne Aufsicht durch speziell geschultes Personal ist nicht zu empfehlen. Es bestehen aber auch andere Möglichkeiten, als die Schrothkur in einer Klinik durchzuführen. So wird die Schrothkur im Kurhotel oder auch in Gesundheitshotels mit speziell geschultem Personal angeboten. Als anerkanntes Heilbad für die Schrothkur gilt Oberstaufen.

Die Schrothkur besteht, wie bereits erwähnt, aus verschiedenen Elementen. Dazu gehört in erster Linie die Nahrung. Sie muss fett- und salzlos sein sowie eiweißarm. Reis, Hafer- und Grießbrei werden dabei durch Gemüse und gekochtes Obst ergänzt. Die Trinktage und die Trockentage wechseln sich ab. In der klassischen Variante gibt es drei Tage, an denen weniger als ein halber Liter Flüssigkeit aufgenommen werden darf.

Das letzte Element, das zum Gelingen der Schrothkur beitragen soll, sind die so genannten Dunstwickel. Hierbei wird der gesamte Körper des Patienten über Nacht in feuchtkalte Tücher eingewickelt, Wärmflaschen verhindern ein Auskühlen des Körpers.

Zahlreiche Mediziner lehnen diese klassische Form der Schrothkur ab und stufen sie gar als gesundheitsschädlich ein, da es sich hierbei um eine Mangeldiät handelt, die zu Leistungsabfall und Vitaminmangel führen kann. Die Entwässerungswirkung ist zu stark, die Trinkmenge an den Trockentagen zu gering.

Aus diesem Grund hat sich aus der beschriebenen klassischen Variante eine modifizierte Art der Schrothkur entwickelt, die den neuesten medizinischen Erkenntnissen Rechnung trägt. Bei der modifizierten Schrothkur wird zum Beispiel die Menge der aufgenommenen Kalorien schrittweise von anfangs 500 bis auf 1500 Kcal gesteigert. Damit soll die moderne Schrothkur dazu beitragen, den Jojo-Effekt und eine Mangelernährung zu verhindern. Die Zufuhr von Flüssigkeit an den Trockentagen wurde ebenfalls erhöht. Die dritte Modifikation besteht darin, dass kein Wacholderschnaps mehr im Rahmen der Kur gereicht wird, da festgestellt wurde, dass dieser keinerlei Einflüsse auf die Entgiftung des Körpers hat. Stattdessen wird der, auch in der klassischen Schrothkur enthaltene, leichte Kurwein gereicht.